1. Hückelhoven
  2. Fördertürme
  3. Bergbau im Dreiländereck
  4. Bergmannskirchen
  5. Gebäude und Erinnerungsstätten
  6. Historische Bahnlinien
  7. Musik
  8. Sehenswertes im Dreiländereck
  9. Projekte
  10. War das etwas schon alles?

 

 

Glückauf, lieber Leser! Diese Rubrik ist natürlich noch nicht fertig. Wir möchten Ihnen hier noch manch Empfehlenswertes in unserer Heimat ans Herz legen. Die Redaktion von Schacht 3 wird also auch in den nächsten Monaten noch ein wenig unterwegs sein, um für Sie frische Eindrücke zu sammeln.

 

Planen Sie einen Urlaub oder einen Kurzaufenthalt in der hiesigen Gegend? Oder sind Sie ab und zu einmal auf der Durchreise, vielleicht in die Niederlande oder nach Belgien? Es gilt neben Schacht 3 noch mancherlei zu entdecken. Machen wir den Anfang in…

 

 

1. HÜCKELHOVEN

 

1.1 Bergbau- und Mineralienmuseum Hückelhoven.

Nur einen Kohlewurf von Schacht 3 entfernt befindet sich ein kleines, sehenswertes Museum. Hier hat eine enthusiastische Schar von Freiwilligen innerhalb weniger Jahre eine interessante Sammlung zusammengetragen, bei der nicht nur der Bergbauinteressierte zu seinem Recht. kommt. Hier begegnet der Besucher ebenso der Welt der funkelnden und glitzernden Mineralien, die er auch unter dem Mikroskop betrachten kann. Die fachkundigen Museumsführer, unter ihnen auch ehemalige Bergleute, freuen sich auch besonders, Kinder, Jugendliche oder ganze Schulklassen willkommen zu heißen. Empfehlenswert sind ebenso die öffentlichen Veranstaltungen wie das Familienfest im Sommer oder der Adventsbasar. Einen Besuch in diesem liebevoll gestalteten, kleinen Museum sollten Sie fest einplanen – und das bei freiem Eintritt!    LINK:     http://www.museum-hueckelhoven.de/mh.htm      


Am Museumseingang: Mit einer solchen „Dahlbusch-Bombe“ wurde das „Wunder von Lengede“ erst möglich!

Und mit einer vergleichbaren Kapsel gelangten 2010 die chilenischen Bergleute wieder ans Tageslicht.


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1.2 Opelmuseum Hückelhoven

Opel ein Massenhersteller? Man kann es nicht glauben, wenn man Helmut und Liesel Zurkaulens kleines Museum in Hückelhoven besucht und dort ein dutzend historische Autos sieht, die nicht nur auf dem neuesten technischen Stand ihrer Zeit waren, sondern die auch zeitlos schön sind. Ein Besuch in dem historischen Fabrikgebäude der Familie Zurkaulen ist eben auch ein ästhetisches Erlebnis. Alle Wagen sind übrigens fahrtüchtig! Sie sollten sich aber auch die hervorragend gemachte Website einmal anschauen. Hier sehen wir ein besonderes Schätzchen aus der Sammlung: ein Opel-Blitz „mit Vergangenheit“: denn in seinem früheren Leben transportierte er Häftlinge zum Gefängnis!


     

LINK:      http://www.opelmuseum-hueckelhoven.de/     

 

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1.3 Korbmachermuseum Hückelhoven-Hilfarth

Eine Tradition, die in Hückelhoven noch viel älter ist als der Bergbau! Man merkt den Aktiven des Vereins ihre Begeisterung an, wenn sie den Besuchern ein altes Handwerk vorstellen, das ohne ihr Engagement eben schon längst untergegangen wäre. Das Museum veranstaltet aber auch Erzählabende und Flechtkurse, es heißt ganze Schulklassen willkommen und bereichert zudem den heimischen Jahreskalender mit neuem Brauchtum wie dem „Korbmacherfest“ und dem „Weidenschälfest“. Ein besonderes Glanzlicht setzen die Korbmacher der Adventszeit auf: der „Chreskenkesmaat“ ist ein Weihnachtsmarkt, wie er sein sollte, fernab von Kitsch und Kommerz. Das Korbmachen ist nach Hilfarth zurückgekehrt und wird dank der Rurtal-Korbmacher bestehenbleiben.

LINK:    http://www.rurtal-korbmacher.de/


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2. FÖRDERTÜRME

Selbst jemandem, der nicht „bergbauverrückt“ ist, wird das Herz schneller schlagen, wenn in der Entfernung die majestätische Silhouette eines Förderturmes oder eines Fördergerüstes auftaucht. Sie sind gleichermaßen spektakuläre wie ästhetische Zeugen des Bergbaus. Leider fallen viele dieser wunderbaren Bauwerke nach dem Ende des Bergbaus einem modernen Barbarentum zum Opfer. Sie werden abgerissen oder gesprengt: in einer Motivmischung aus Kleinbürgerlichkeit („Der Schandfleck muß endlich weg!“), fehlendem Geschichtsbewußtsein, Gleichgültigkeit und purer Geldgier.

 

Umso wichtiger, daß wir jene wertschätzen und schützen, die uns noch verblieben sind. Neben Schacht 3 in Hückelhoven sind es in unserer Heimat, dem Dreiländereck, noch folgende:

 

2.1 Alsdorf

Neben Schacht 3 in Hückelhoven ist im Aachener Revier nur noch dieses eine Fördergerüst übriggeblieben. Hier fuhren die Bergleute in den Franzschacht der Grube Anna in Alsdorf ein, die von 1847 bis 1992 bestand. Das Fördergerüst stammt aus dem Jahre 1923 und ist gelegentlich für Besteigungen geöffnet.

 


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2.2 Heerlen (NL)



Dieser sogenannte Malakow-Turm (benannt nach einem russischen Festungsbaumeister) der Grube Oranje-Nassau beherbergt das Niederländische Bergbaumuseum (siehe 3.4). Eine Besonderheit: die Seilscheibe auf dem Turm dreht sich! Fast könnte man meinen, die Grube sei noch in Betrieb, Bergleute führen noch zur Schicht an und der Förderkorb sause noch in die Tiefe…fast. Wenn Sie schon in Heerlen sind, dann schauen Sie sich auch den Nulland-Schacht in Kerkrade an (siehe 2.3) und auch die Gedächtniskapelle (siehe 4.1) im nahegelegenen Landgraaf.

CBS-Weg, Heerlen (Parkplatz auf dem CBS-Gelände vor dem Museum)

 

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2.3 Kerkrade (NL)


Der im gleichnamigen Stadtteil befindliche Schacht „Nulland“ war zunächst nur ein einfacher Rundturm, der durch weitere Um- und Anbauten zur heutigen, trotz seiner beeindruckenden Größe ausgesprochen eleganten Form fand. Er stammt aus dem Jahre 1907 und diente zur Bewetterung (=Belüftung) der ältesten kontinentaleuropäischen Grube, der „Domaniale Mijn“ in Kerkrade.

Domaniale Mijn Straat 30, Kerkrade

Für evtl. Besichtigungen wenden Sie sich an das Continium Museum in Kerkrade.


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2.4 Maasmechelen-Eisden (B)


                                                                                        


Es ist kein Zufall, daß die meisten Fördertürme unserer Heimat nicht in Deutschland oder den Niederlanden, sondern in Belgien stehen. Anders als im kaufmännisch-calvinistischen Holland oder im rücksichtslos-effizienten Deutschland, wo sofort die Abrißbirne kreist, geht es in Belgien mentalitätsmäßig „romanisch“ zu. Manche alten Bauwerke mögen zwar in keinem guten Zustand sein – aber sie existieren eben noch!

So auch diese beiden Prachtexemplare in Maasmechelen-Eisden, die unmittelbar neben dem Einkaufspark „Maasmechelen Village“ stehen. Und das „Chateau“ ist in Wirklichkeit kein Schloß, sondern das ehemalige Verwaltungsgebäude! Sie sollten auch die Eisdener „Bergmannskathedrale“ (siehe 4.2) und das „Museum van de Mijnwerkerswoning“ (siehe 3.6) besuchen.

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2.5 Genk-Waterschei (B)

(Besprechung folgt)

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2.6 Genk-Winterslag (B)

(Besprechung folgt)


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2.7 Zolder (B)

(Besprechung folgt)

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2.8 Houthalen (B)

(Besprechung folgt)

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3. BERGBAU IM DREILÄNDERECK

 

3.1 Bergbaumuseum Aldenhoven

Nicht nur ein Museum, sondern eben auch ein urgemütlicher Treffpunkt. Zur Zeit wird die Internetseite überarbeitet, aber dieses Video vermittelt einen guten Eindruck.

LINK:    http://www.youtube.com/watch?v=Kbl6WAYdQWc

 

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3.2 Bergbaumuseum Alsdorf

Das Museum ist derzeit wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Führungen für Besuchergruppen durch die Anlagen gibt es allerdings weiterhin, und ein Besuch auf der Website lohnt sich allemal. Dort finden sich Informationen über die Bergwerke des Aachener Reviers; der Alsdorfer Bergmannschor und die einzelnen Arbeitsgemeinschaften des Vereins stellen sich vor, und Sie erfahren etwas über ein besonders ambitioniertes Projekt: die „Untertage“-Barbarakapelle. Schauen Sie sich in Alsdorf auf jeden Fall das alte Fördergerüst an, Alsdorfs weithin sichtbares Wahrzeichen (siehe 2.1), und besuchen Sie den Nordfriedhof mit seinem eindrucksvollen Bergmannsdenkmal (siehe 5.3).

LINK:        http://www.bergbaumuseum-grube-anna2.de/    


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3.3 Maschinenhaus der Grube Adolf in Herzogenrath-Merkstein

Am Fuß der Halde können Sie das alte Fördermaschinenhaus der Grube Adolf besichtigen, das der rührige Merksteiner Förderverein in jahrelanger Fleißarbeit aus einer Ruine in einen Treffpunkt verwandelt hat, in dem sich der Besucher sofort wohlfühlt. Jeden Sonntag hat das Maschinenhaus ab 10 Uhr zum Frühschoppen geöffnet. Aus eigener Erfahrung können wir Ihnen nur empfehlen: bleiben Sie auf jeden Fall noch bis 14 Uhr, denn dann gibt es den von den Bergmannsfrauen nicht etwa selbst gekauften, sondern selbstgebackenen (!) Kuchen. Und zusätzlich an jedem ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr können Sie das „Schmuckstück“ in Aktion erleben: die historische Fördermaschine, die 1913 bei der Gutehoffnungshütte in Sterkrade gebaut wurde und die durch ihren wunderbar leisen und ruhigen Lauf überrascht.

Weitere Leistungen der Aktiven sind eigens anberaumte Führungen für Besuchergruppen, monatliche Erzähl- und Vortragsabende, sommerliche Dämmerschoppen, Veranstaltungen für Schulen und eine wirkliche „Rarität“ im Aachener Revier: die am 3. Advent gefeierte „Mettenschicht“, eine protestantische Bergmannsandacht, die im lutherischen Erzgebirge bis in das 16. Jahrhundert zurückgeht. Erzgebirgische Bergleute, die nach dem Ersten Weltkrieg aus der Zwickauer Gegend zuwanderten, um „auf dem Adolf“ zu arbeiten, brachten diese Tradition mit und machten sie in Merkstein heimisch.

Vor Jahren galt das Maschinenhaus als „hoffnungsloser Fall“, als Abrißobjekt, dessen Dach längst eingestürzt war und in das es demzufolge jahrelang hineingeregnet hatte. Das Projekt „Adolf“ ist ein weiteres Beispiel dafür, was Eigeninitiative, Fleiß und Phantasie einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten bewirken können. Schauen Sie sich das Merksteiner Maschinenhaus mal an!

Link:        http://www.bergbaudenkmal-adolf.de/

                                                                                                                                    Der junge Fördermaschinist Bastian bei der Arbeit

 

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3.4 Bergbaumuseum Heerlen (NL)

In einem gemauerten Förderturm („Malakowturm“) der Grube Oranje-Nassau untergebracht, zeigt das Museum eine Fülle von Erinnerungsstücken, darunter eine große Sammlung von Grubenlampen. Die Führungen ehemaliger Bergleute sind engagiert und kompetent und werden von einer Filmvorführung ergänzt. Ein wahres Juwel ist die historische Fördermaschine in einem Nebengebäude. (Bild siehe 2.2)

LINK:        http://www.nederlandsmijnmuseum.eu/    


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3.5 Bergbaumuseum Beringen (B)

(Besprechung folgt)

LINK:       http://www.natuurwetenschappen.be/institute/structure/geology/geotourism/musees/beringen_mine       


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3.6 Museum van de Mijnwerkerswoning, Maasmechelen-Eisden (B)

„Und kehr ich heim zur Liebsten mein…“ singt der Bergmann in „Glückauf der Steiger kommt“. Aber wo wohnte er mit seiner Liebsten, wie sah sein Heim eigentlich aus? In einem historischen Bergmannshaus in der Marie José Straat 3 in Maasmechelen-Eisden kann der Besucher genau das jetzt sehen. So lebte ein Bergmann in den 1930er Jahren mit seiner Familie: die Wohnküche, in der sich das quirlige Leben einer vielköpfigen Familie abspielte, das alte Röhrenradio, um das man sich in andachtsvoller Stille versammelte, die „gute Stube“, die man sonntags oder bei Familienfesten benutzte, die Utensilien für den anstrengenden und kräftezehrenden Waschtag, der mit Deputatkohle befeuerte Dauerbrandherd und die Zinkbütte, in der sich der Familienvater nach der Schicht den Kohlestaub abwusch, das Nachtgeschirr unter und die geschmacklich gewöhnungsbedürftige Schutzengeldarstellung über dem Bett und der Garten, aus dem man sich selbst versorgte. Ein sehenswertes und mit großer Liebe zum Detail eingerichtetes Haus. Alle Einrichtungsgegenstände stammen übrigens aus Bergmannshäusern in Eisden und wurden gestiftet.

LINK:            http://users.skynet.be/fa256954/museum.htm


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3.7 Bergbaumuseum De Beukel, Meerssen (NL)

(Besprechung folgt)

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3.8 Bergbaumuseum Brunssum (NL)

(Besprechung folgt)

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3.9 Museum Laura und Julia, Eygelshoven (NL)

(Besprechung folgt)

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3.10 Museum Ons Mijnverleden, Houthalen (B)

(Besprechung folgt)

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3.11 Besucherbergwerk Valkenburg (NL)

Dieses Kohlebergwerk ist ein historisches Kuriosum: obwohl es bereits seit 1916 besteht, haben die dort tätigen Bergleute bis heute nicht eine einzige Tonne Kohle gefördert! Des Rätsels Lösung? Schon Anfang des 20. Jahrhunderts war das Interesse der niederländischen Bevölkerung so groß, einmal eine der zwölf limburgischen Kohlegruben zu besuchen, daß die Bergwerke sich schon aus Sicherheitsgründen gar nicht in der Lage sahen, allen Besuchswünschen nachzukommen. Also schuf man die „Steenkolenmijn Valkenburg“, indem man ein altes Mergelbergwerk zu einer Kohlengrube umrüstete. Seit der Schließung aller niederländischen Gruben in den 1960er und 1970er Jahren ist nunmehr dieses Valkenburger Bergwerk demzufolge die letzte Kohlegrube der Niederlande!

Ehemalige Bergleute, die in Niederländisch- oder Belgisch-Limburg gearbeitet haben, führen die Besucher auf einem über einstündigen Rundgang tief in den Berg hinein. Die Valkenburger Bergleute sind bekannt für ihre individuell unterschiedlichen und launigen Führungen, die dem Besucher einen nachhaltigen Eindruck vermitteln von den Arbeitsbedingungen, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert in einem Kohlebergwerk herrschten. Ein besonderer Pluspunkt: viele der Maschinen und preßluftbetriebenen Werkzeuge werden im Einsatz vorgeführt.

Die „Steenkolenmijn“ ist absolut empfehlenswert!

Die ebenfalls aus dem Bergbau stammende historische Eisenbahnlinie „Miljoenenlijn“ (siehe 6.2) bietet spezielle Zugfahrten zur Steenkolenmijn an.

LINK.          http://www.steenkolenmijn.nl/   


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3.11 Besuchergrotten Valkenburg (NL)

Und da Sie nun schon einmal in Valkenburg sind, sollten Sie sich auch einmal die Grotten anschauen. Es handelt sich um die ehemaligen Mergelbergwerke, in denen schon zu römischen Zeiten jener weiche Kalksandstein abgebaut wurde, aus dem viele Häuser, Kirchen, Stadttore und Befestigungen im Maasland gebaut sind. Hunderte Kilometer alter Bergwerksstrecken ziehen sich unter diesem Teil Limburgs hin. In Valkenburg kann man die Gemeentegrot und die Fluweelengrot besuchen, in Maastricht die Jezuietenberggrot und die Sint Pietersberggrotten und ein paar Kilometer weiter auf belgischem Gebiet die Grotten von Kanne.


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3.12 Besucherbergwerk Blegny (B)

Geographisch liegt sie schon im Südwesten des Dreiländerecks, aber die erst Anfang der 1980er Jahre geschlossene Kohlengrube Blegny ist gewissermaßen der Rolls-Royce unter den hiesigen Bergwerken. Man sollte sich einen Besuch wirklich nicht entgehen lassen, und vor allem: man sollte sich einen ganzen Tag Zeit nehmen. Mit dem Förderkorb geht es untertage auf die 60 Meter Sohle. Auch hier wird der Besucher von ehemaligen Bergleuten geführt, er erhält einen absolut realistischen Eindruck vom Betrieb eines Bergwerks und verläßt die Sohle mit nichts als Hochachtung für die Männer, die unter solchen Bedingungen gearbeitet haben. Nach der Grubenfahrt sollte man unbedingt (!) einen Besuch im Museum im alten Grubengebäude anschließen, dessen originalgetreue Innenausstattung einen ganz unmittelbaren Eindruck vom Übertagebetrieb eines Bergwerks in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vermittelt: von der Verwaltung über die Lampen- und Filterstube bis hin zur Krankenstation.

Link:   http://www.blegnymine.be/   

 

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BERGMANNSKIRCHEN

 

4.1 Gedächtniskapelle für die tödlich verunglückten Bergleute, Landgraaf (NL)


Es handelt sich um die Kapelle der Grube „Wilhelmina“, in der tödlich verunglückte Bergleute aufgebahrt wurden. Vor der Kapelle stehen Gedenktafeln mit den Namen der mehr als 1400 Bergleute, die auf den niederländischen Gruben starben. Neben der Kapelle befindet sich das frühere Ausbildungszentrum der Jungbergleute. Sie sehen dort auch den Stolleneingang des Ausbildungsbergwerkes mit einer davorstehenden Preßluftlokomotive.

Ort: Landgraaf, Tunnelweg, Abzweigung Vakschoolweg,

 

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4.2 Bergmannskathedralen in Belgisch-Limburg

Überall dort, wo Bergleute leben und arbeiten, finden sich auch die Stein gewordenen Zeugnisse ihrer tiefen Frömmigkeit. Und so gibt es auch in unserer Heimat natürlich eine Reihe von Gotteshäusern mit Bezug zum Bergbau, doch die fünf Bergmannskathedralen in Belgisch-Limburg sind etwas ganz Besonderes. Auch heute läßt sich noch erahnen, wie eindruckweckend der Anblick noch vor wenigen Jahren, in der Blütezeit des limburgischen Bergbaus, gewesen sein muß, wenn man sich den kleinen limburgischen Bergbauorten näherte: hier der stolze Förderturm der Grube und dort der mächtige Turm der Kirche. Kein Wunder, daß diese Kirchen bis heute ob ihrer Größe und Wucht als „Mijnkathedralen“, also als Bergmannskathedralen bekannt sind: Heilig Hart in Genk-Winterslag, Christus Koning in Genk-Waterschei, St. Albertus in Genk-Zwartberg, St. Barbara in Maasmechelen-Eisden und St. Theodardus in Beringen-Mijn. Sie stammen alle aus der Zwischenkriegszeit, sind mit einer Ausnahme in Backstein erbaut, und für die Kirchen in Eisden und Zwartberg bürgerte sich sogar der Begriff „Mijngotiek“ ein. Zudem sind sie Zeugnis, daß die Bergwerke sich nicht nur um das weltliche Wohl ihrer Bergleute (Schulen, Kindergärten, Siedlungshäuser, Sportplätze, ärztliche Versorgung etc.) kümmerten, sondern auch um das seelische. Denn alle Bergmannskathedralen wurden auf Initiative der Gruben eigens als Bergmannskirchen konzipiert und vollständig von ihnen finanziert und unterhalten! Sehenswert sind u.a. die Kirchenfenster in Eisden, die die Kathedralfenster von Chartres zum Vorbild haben und die Fenster in Zwartberg, die aus tausenden glitzernden Kristallglasstücken bestehen. Der Kreuzgang in Zwartberg erinnert in seiner Gestaltung an die Strecken untertage, und der Kirchturm in Beringen hat noch einen ganz besonderen Bezug zum Bergbau: man kann ihn hydraulisch verstellen, um so Bergschäden auszugleichen!

Alle Bergmannskathedralen sind sonntags zu den üblichen Meßzeiten geöffnet. Zudem finden auch immer wieder Führungen statt.


St. Barbara in Eisden, rechts einer der Fördertürme der Grube Eisden (Photo: Ivo Keunen)

 

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5. GEBÄUDE UND ERINNERUNGSSTÄTTEN

 

5.1 Übach-Palenberg: Verwaltungsgebäude der Grube Carolus Magnus, historischer Wasserturm auf der Halde


Das Verwaltungsgebäude wurde 1928 im Bauhausstil errichtet mit interessanten Strukturmustern in der Ziegelfassade. Sehenswert ist der „Lichthof“, die alte Lohnhalle der Grube, in dem sich auch ein Informationsbüro befindet. Im Vorderbereich des Gebäudes befinden sich einige Vitrinen mit Erinnerungsstücken und die Reiterstatue Karls des Großen, die früher über dem Haupteingang angebracht war. Das Gebäude ist zu normalen Bürozeiten geöffnet. Beachten Sie auch die schönen Häuser der Steiger (=Vorgesetzte im Bergbau) gegenüber vom Haupteingang. Der auf der Halde stehende Kugelwasserturm der Grube stammt aus dem Jahre 1912 und war noch bis 1990 in Gebrauch. Er stellt eine ingenieurtechnische Meisterleistung dar, da er bei einem Eigengewicht von 100 t eine Wassermasse von 500 t tragen konnte.

Empfehlenswert sind die gelegentlich angebotenen Führungen des Vereins westblicke.de.

Ort: Carlstraße 50, Übach-Palenberg

 

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5.2 Herzogenrath-Kohlscheid: EBV-Verwaltungsgebäude

(Besprechung folgt)

 

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5.3 Alsdorf: Bergmannsdenkmal auf dem Nordfriedhof


Das beeindruckende Denkmal ist bereits vom Haupteingang des Nordfriedhofes zu sehen. Es ehrt die Opfer des schlimmsten Bergwerksunglücks in der Geschichte des Aachener Reviers, als 1930 bei einer Schlagwetterexplosion 271 Menschen starben und sogar ein Förderturm in sich zusammenstürzte. Vor dem Denkmal befinden sich dutzende Gräber. Eine historische Besonderheit: man sieht dort Grabsteine von christlichen Bergleuten (mit Kreuz), einem jüdischen Bergmann (mit Davidsstern) und „gottgläubigen“ Bergleuten (mit Flamme).

Straße: Nordfriedhof, Alsdorf

 

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6. HISTORISCHE BAHNLINIEN

Alle drei Bahnlinien stammen aus der Zeit des Bergbaus und hatten einen Bezug zum Bergbau.

 

6.1 Selfkantbahn

Einstmals verband diese Bahnlinie den unmittelbar an der niederländischen Grenze gelegenen, ländlichen Selfkant mit den Kohlegruben im Aachener Revier. Auf einer Strecke von knapp sechs Kilometern verkehrt heute wieder die historische Schmalspurbahn zwischen Gillrath und Schierwaldenrath: die letzte Meterspurbahn in Nordrhein-Westfalen. Besonders beeindruckend ist das bunte Programm, die Aktiven des Vereins haben wirklich Phantasie. Da gibt es u.a. Teddybärfahrten für Kinder, Nikolausfahrten in der Vorweihnachtszeit, Spargelfahrten oder Ausflüge zu den historischen Mühlen. Sehenswert ist auch das kleine Museum.

LINK:        http://www.selfkantbahn.de/ 


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6.2 Miljoenenlijn (NL)

Ihren kuriosen Namen verdankt diese Bahnlinie ihren hohen Baukosten. Als sie 1925 angelegt wurde, kostete jeder Kilometer über eine Million Gulden, und sie diente zunächst einmal dem Kohletransport, stand sie doch im Eigentum der Grube Domaniale in Kerkrade. Auf der Strecke verkehren heute Dampflokomotiven und historische Schienenbusse, die u.a. auch die Valkenburger Steenkolenmijn und die Grotten bedienen. Die Miljoenenlijn bietet eine Fülle von Sonderaktionen an. Sehenswert ist auch das historische Bahnhofsgebäude in Simpelveld.

LINK:     http://www.zlsm.nl/   

 

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6.3 Kolenspoor (B)

„Kolenspoor“: schon der Name ist Programm. Diese Eisenbahnlinie verband die Kohlegruben in Belgisch-Limburg miteinander. Heute verkehren historische Züge auf der Strecke Waterschei-As-Eisden, und auch hier ist es eine ganze Schar von Freiwilligen, die ihre Freizeit opfern, nicht nur um ein Stück Geschichte zu bewahren, sondern um Geschichte neu zu gestalten. Auf den Besucher warten nicht nur nostalgische Fahrten in den wundervoll altmodischen Waggons. Viele Sondertouren werden angeboten, darunter übrigens auch ein „Mord im Orient Express-Dinner“! Und an Gleis 3 in As wartet eine weitere Attraktion: in einem über 60 Jahre alten Schlafwagen kann der Gast auch übernachten! Und wenn Sie in As aus dem Abteilfenster schauen, dann sehen Sie ein erst 2008 errichtetes Wahrzeichen des Bergbaus: ein Replikat des hölzernen Bohrturmes, mit dem der Bergbaupionier André Dumont 1901 die erste Grube in Belgisch-Limburg abteufte. Der Turm ist über 30 Meter hoch und bietet dem Besucher einen herrlichen Ausblick auf den Nationalpark Hohe Kempen.

LINK:      http://www.kolenspoor.be/    

 

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7. MUSIK

 

7.1 Bergkapelle Sophia-Jacoba:

Seit den 20er Jahren bis zur Schließung der Grube 1997 war die Bergkapelle das Aushängeschild unseres Bergwerkes. Seit der Neugründung im Jahre 2001 ist sie der Stolz ganz Hückelhovens: ein beeindruckendes, über 50 Musiker starkes Ensemble. Ganz besonders empfehlenswert ist das Jahreskonzert im April, auf das wir Sie natürlich rechtzeitig in unserer „Aktuell“-Rubrik hinweisen. Nutzen Sie jede Gelegenheit, diese Kapelle zu erleben! Wer sie einmal live erlebt hat, der kommt immer wieder. Es ist wirklich nicht übertrieben: es handelt sich um eine der besten Bergkapellen Deutschlands!

LINK:       http://www.bergkapelle-sophia-jacoba.de/       


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7.2 Schalmeienkorps „Glückauf“ Heerlen


Mit schnellen, kurzen Marschtritten, wie wir es von französischen und belgischen Militärkapellen her kennen, nähert sich eine bemerkenswerte Kapelle: das Schalmeienkorps „Glückauf“ aus Heerlen. Es ist die einzige Schalmeienkapelle in den Niederlanden, doch auch bei uns im Westen Deutschlands sind Schalmeien eine absolute Rarität. Wer dieses Korps in seiner charakteristischen schwarz-roten Uniform einmal erlebt hat, wird den Klang dieser Instrumente so schnell nicht mehr vergessen. Im Jahre 1933 als Gewerkschaftskapelle gegründet, hat man im Laufe der Jahrzehnte schon so manchen Sturm überstanden. Als dann bei den Grubenschließungen die regulären Bergkapellen untergingen, da gelang es „Glückauf“, sich zu behaupten. Und so ist dieses Musikkorps heute die einzige, die letzte Bergkapelle der Niederlande!

 LINK:        http://www.schalmeienkorps.nl/    


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7.3 Genker Mijnwerkerskoor

Gerade einmal 12 Begeisterte waren es Ende der 1980er Jahre, die in der ehemaligen Bergbaustadt Genk in Belgisch-Limburg einen Bergmannschor gründeten – heute stehen über 40 Sänger auf der Bühne. Der Mijnwerkerskoor ist damit der einzige Bergmannschor in Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Frankreich! Der Chor ist bereits an vielen Orten aufgetreten: man kennt ihn nicht nur in Belgien und den Niederlanden aus Fernsehsendungen, sondern er ist sogar bei dem jährlich stattfindenden britischen Bergmannsfest mit zehntausenden Teilnehmern, der „Miners` Gala“ im nordenglischen Durham, aufgetreten. Den bergmännischen „Ritterschlag“ erfuhren die Sänger durch die Zusammenarbeit mit den kanadischen „Men of the Deeps“ (mit denen Sie übrigens in unserer Rubrik „Jenseits der eigenen Halde“ im Unterpunkt 2.5 Bekanntschaft schließen können). Auf ihrer Website stellen die Sänger Hörproben und Videos vor. Ebenso sind eine CD und zwei DVDs erhältlich.

LINK:         http://www.hetgenkermijnwerkerskoor.be/Duits/repertoire.html       


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7.4 Knappenchor St. Barbara, Alsdorf

Als 1992 die Grube Emil Mayrisch in Siersdorf geschlossen wurde, da traten sie bei einem sehr emotionalen Konzert im Siersdorfer Casino ein letztes Mal auf: die Sänger des Bergmannschores von Emil Mayrisch. Und so mancher Zuhörer mag nicht geglaubt haben, dieses traditionsreiche, jahrzehntealte Ensemble wiederzusehen. Aber siehe da: mit bergmännischer Zähigkeit und dem Willen, sich nicht kleinkriegen zu lassen, haben sie es geschafft. Und heute, zwei Jahrzehnte später, kann man die über 30 Sänger nach wie vor als aktiven Chor auf der Bühne erleben! Als „Knappenchor St.Barbara“ ist der Chor unter seinem Leiter Josef Moeres nunmehr dem „Bergbaumuseum Grube Anna“ angegliedert, in dessen Kraftzentrale wöchentlich geprobt wird und wo man auch gerne neue Interessenten (selbstverständlich auch Nicht-Bergleute!) willkommen heißt. Der Chor singt klassisches, mehrstimmiges Männerchorrepertoire. Die Kontaktaufnahme ist möglich über die Website des Bergbaumuseums Grube Anna.

 

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7.5 „De Pöngele“

Nicht mehr viel erinnert in dem alten Bergbauort Mariadorf (bei Aachen) heute noch an die Epoche der Grube „Maria“ … wären da nicht die „Pöngele“! Und wenn Sie sich, liebe Leser, fragen, was denn ein „Pöngel“ eigentlich ist: es ist das Bündel mit Arbeitskleidung, eingeschlagen in ein blau-weiß kariertes, sogenanntes Kauentuch, das der Bergmann zur Grube mitnahm. Die „Pöngele“ sind vier junge Musiker, die schon durch ihren Bühnenauftritt deutlich machen, wie sehr ihr Herz für die Gegend schlägt, aus der sie kommen. Ingo Schönhold und seine Freunde betreten die Bühne in genau der Kluft, in der noch vor wenigen Jahren Bergleute im Aachener Revier zur Schicht anfuhren. Schon zwei Mal haben die „Pöngele“ bei uns an Schacht 3 gespielt. Es war ein voller Erfolg, da die Zuhörer sofort spürten: „Die Burschen sind echt“. Das Repertoire der Band ist breit gespannt: nicht nur Festzeltnummern, kölsche Klassiker und Mundartlieder, sondern auch Rocksongs, Bergmannslieder, selbstgeschriebene Nummern und auch immer wieder besinnliche Stücke, ja selbst stimmlich anspruchsvolle a capella-Darbietungen. In eine musikalische Schublade kann man diese ebenso begabten wie begeisterten Musiker ohnehin nicht stecken. Aber wer rheinische Stimmungsmusik und Bergmännisches schätzt, der wird vom Pöngele-Zuhörer augenblicklich zum Pöngele-Fan. Und wenn die Pöngele zum Ende des Konzertes die Zuhörer bitten, sich „zur Ehre unserer Bergleute zu erheben“ und dann das Lied „Glückauf der Steiger kommt“ spielen, dann wird auch so manchem Zuhörer, den bis dahin mit dem Bergbau nichts verband, ein Schauer über den Rücken laufen.

Bis die neue Website im Netz ist, kann man die Pöngele erreichen unter

Ingo Schönhold

Albert Schweitzer Straße 15

52477 Alsdorf-Mariadorf

 

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8. SEHENSWERTES IM DREILÄNDERECK

 

8.1 Museum Terug in de Tijd, Horn (bei Roermond, NL)

Was macht man, wenn man gerne schöne Dinge der Alltagskultur sammelt, sich aber partout nicht für ein Sammelgebiet entscheiden kann? Eigentlich ganz simpel: man beendet die Qual der Wahl und sammelt einfach alles! Genau so hat es die Familie Henny Maréchal gemacht. Herausgekommen ist dabei ein Museum, das süchtig macht. Die schiere Menge der nostalgischen Sammlung ist so überwältigend, daß der Besucher immer wiederkommt: historische Kinderwagen, eine Dorfkneipe, ein Elektrogeschäft, alte Autos (darunter der frühere Repräsentationswagen des Erzbischofs von Canterbury), der erste Fernsehapparat, Reklameschilder und Juke Boxes, Kinderspielzeug, eine komplette Tankstelle aus den Fünfzigern, nostalgische Fährräder, ein Friseurladen, eine Apotheke der Jahrhundertwende, Kutschen…Eine lustvolle und begeisternde Zeitreise in die Vergangenheit, eben „terug in de tijd“, Und die beste Nachricht: das Museum plant einen Erweiterungsbau…!

LINK:         http://www.museumterugindetijd.nl/     

 

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8.2 Flachsmuseum und Volkstrachtenmuseum Wegberg-Beeck

Nicht nur Bergbau, Korbflechten und die (Holz)schuhherstellung bestimmten über Jahrhunderte das Bild unserer Heimat, sondern auch der Flachsanbau und die Leinenweberei. Besser als die Aktiven in Beeck kann man es nicht machen.

LINK:          http://www.heimatverein-beeck.de/index_flachsmuseum.htm     

 

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9. PROJEKTE

 

9.1 Westblicke

Der erst wenige Jahre alte Verein „Westblicke“ bietet interessante und wirklich originelle Führungen zu verschiedensten Aspekten der Heimat- und Lokalgeschichte.

Man ist überrascht vom Phantasiereichtum der kompetenten Gästeführerinnen. Immer wieder beschäftigen sich Führungen auch mit dem Thema Bergbau, so z.B. eine Führung über das Gelände der ehemaligen Grube Carolus Magnus in Übach-Palenberg, eine Führung durch die alte Bergmannssiedlung in Hückelhoven oder eine Führung auf die Millicher Halde. Schauen Sie einmal in das Jahresprogramm; es lohnt sich wirklich!

LINK:      http://www.westblicke.de/       

 

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9.2 Spurensuche

Die Geschichtswerkstatt des Traditionsvereins Aldenhoven hat hier eine beeindruckende Menge und Vielfalt von Material geordnet, das nach dem oral history - Verfahren zusammengetragen wurde. Eine Seite zum Schmökern, auf die man immer wieder zurückkommt.

LINK:        http://spurensuche.aldenhoven.de/    


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9.3 Limburgse Koempels

Ein grenzüberschreitender Verein, der erst wenige Jahre alt ist und sich zum Ziel gesetzt hat, Bergbauinteressierte, darunter vor allem Nicht-Bergleute, anzusprechen. Schwerpunkte der Vereinsarbeit sind Exkursionen und Vortragsabende.

LINK:        http://www.delimburgsekoempels.nl/        


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9.4 Harald Finster

Der Aachener Wissenschaftler Harald Finster zeigt eine Vielzahl von meisterhaft aufgenommenen Schwarz Weiß-Photos historischer Industriedenkmale, darunter auch Sophia-Jacoba.

LINK.       http://www.hfinster.de/     

 

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10. WAR DAS ETWA SCHON ALLES?

Aber natürlich nicht! Schauen Sie mal nach, was der Kreis Heinsberg sonst noch zu bieten hat. Zudem liegt die niederländische Provinz Limburg direkt nebenan, und auch Belgisch-Limburg ist nur einen Katzensprung entfernt (…hängt natürlich ein bißchen von der Größe der Katze ab!).

 

10.1 heinsberger-tourist-service.de                                LINK:        http://www.heinsberger-tourist-service.de/

10.2 limburgtourismus.de                                                LINK:        http://www.limburgtourismus.de/

10.3 toerismelimburg.be                                                   LINK:        http://www.toerismelimburg.be/

10.4 Eine Doppellock für Schacht 3   -    MyRegioTv LINK:         http://www.myregio.tv/#aktuell