Aktuelles:

AM SONNTAG DEN 05. März 2017 ist der  1. Tag des offenen Bergwerkes im  "Neuen Jahr" !

  Von 10.00 bis 17.00 Uhr werden die Besucher klein oder groß über die Geschichte von Sophia Jacoba

informiert und an laufenden  Maschinen wird gezeigt wie  die Steinkohle abgebaut wurde !

Um 15.30 Uhr ist immer die letzte Führung !

Eintritt 3 Euro ; Kinder bis 14 Jahre frei.

Die Belegschaft von Schacht 3 bietet die leckere  Erbsensuppe und Kaffee und Kuchen an .

Machen Sie sich mit Ihren Kindern oder ohne einen informativen und schönen Tag bei uns an

Schacht 3 !

Herzlich Willkommen  !

    


    

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                                 100 Jahre . . . ein stolzes Bergwerk auf seinem Weg durch die Zeit




Rechtzeitig zur 100-Jahrfeier unseres Bergwerks legt der Förderverein seine DVD mit der Dokumentation „Erinnerungen an 100 Jahre Sophia-Jacoba“ vor. Die Bilder und Filmsequenzen sind untermalt von den Klängen eines weiteren Hückelhovener Wahrzeichens: der Bergkapelle Sophia-Jacoba, die in diesem Jahr ihr 75jähriges Bestehen feiert. Zudem hören Sie auch den Schachtchor Sophia-Jacoba: gerade er zeigt, wie fruchtbar die Bergbautradition in unserer Stadt ist, entstand er doch erst Jahre nach der Stillegung aus den Reihen unserer Aktiven.

 

In den fast 60 Minuten der Dokumentation erfährt der Zuschauer, wie ein kleines, verschlafenes Provinznest unweit der niederländischen Grenze mit nur wenigen hundert Einwohnern, das nicht einmal einen eigenen Bürgermeister hatte, binnen weniger Jahre aufblühte: erst Sophia-Jacoba setzte Hückelhoven buchstäblich auf die Landkarte. Die Dokumentation zeigt auch die Bilder der Anfänge, so die nur wenige Köpfe zählende erste Belegschaft: Männer, die mit geschultertem Werkzeug stolz und ernst in die Kamera schauen. Diesen wenigen Männern sollten dann in den nächsten Jahrzehnten tausende von Bergleuten folgen. Aber auch den couragierten Unternehmer Friedrich Honigmann, dessen unbeirrbarer Glaube an die Kohle unter Hückelhoven überhaupt erst die Bohrungen ermöglichte und der tragischerweise die erste Kohleförderung auf seiner Grube nicht mehr erleben sollte.

 

Unser Archiv hat Interessantes, Seltenes und auch Kurioses zutage gefördert. Aber die Aufnahmen und Photos zeigen auch die harte Arbeitswelt des Bergmannes untertage. Unser Vorsitzender Detlef Stab: „Uns ging es nicht darum, ein lediglich romantisches Bild des Bergmannslebens zu zeigen, sondern ein realistisches mit all seinen Härten, aber eben auch mit all seinen Schönheiten. Nur so versteht man, was einen Bergmann ausmacht“. Und so sieht der Zuschauer auf vielen historischen Bildern, wie ein blühendes Gemeinwesen entstand: neue Siedlungen, eine eigene Bergmannskirche, Lehrlingsheime, eine Bergberufsschule, eigene Sportvereine. Noch heute vorbildlich sind die medizinische Versorgung und die sozialen Einrichtungen wie der Werkskindergarten und die Mütterschule.

 

 

Auch in Notzeiten stand Sophia-Jacoba seinen Bergleuten bei, so gab die Grube in jenen Zeiten, „als jeder Bergmann ein Millionär war“ (Detlef Stab), eigenes Notgeld heraus. Und umgekehrt standen die Bergleute ihrer Grube bei: noch heute machen die Bilder vom bedrohlichen Schwimmsandeinbruch in den 1970er Jahren den Betrachter beklommen, machen ihm aber auch bewußt, mit welcher Liebe Bergleute an ihrem Bergwerk hängen.

 

Natürlich behandelt die Dokumentation auch die Zeit des erbitterten Kampfes um unsere Grube: die verzweifelten Bergleute, die wochenlang nicht mehr von untertage ausfuhren, die Protestzüge, der Kampf der Fraueninitiative, aber auch die Freundschaft und Solidarität, die den Bergleuten entgegenschlug: u.a. von Menschen wie den Ortsgeistlichen beider Konfessionen, unserem Weihbischof Karl Reger und natürlich unserem damaligen Bischof Klaus Hemmerle, der die Bergleute zu sich in den Aachener Dom holte. Und wohl niemand bleibt unberührt, wenn er die herzzerreißenden Bilder der fallenden Fördertürme sieht. Detlef Stab: „Was Menschen in so vielen Jahren mit so viel Liebe aufgebaut haben, wurde in nur wenigen Sekunden zerstört“.

 

Aber die schwärzeste Stunde von Sophia-Jacoba sollte auch die Stunde eines Neuanfangs sein: die Hückelhovener Bergbauvereine sind seither unermüdlich bei der Arbeit, sie sorgen dafür, daß der Bergbau keine wehmütige, immer weiter verblassende Erinnerung wird. Und hier ist sicherlich ganz besonders der Förderverein Schacht 3 zu nennen, der ja nicht nur die Gebäude von Schacht 3 vor der Sprengung rettete, sie restaurierte und der Öffentlichkeit zugänglich machte, sondern der auch übertage in jahrelanger wirklicher Knochenarbeit den „Barbarastollen“ erbaute, in dem die Besucher einen nachhaltigen Eindruck vom Bergmannsleben bekommen.

 

Detlef Stab: „Wir arbeiten dafür, daß die Menschen in Hückelhoven auch in Jahrzehnten noch stolz sagen können: Wir kommen aus einer Bergbaustadt“!

 

 

Die DVD hat eine Laufzeit von 56 Minuten und sie ist erhältlich zum Preis von 15 Euro (bei Postversand zzgl. Porto) beim:

 

        1. Vorsitzenden

           Dipl.-Ing. Detlef Stab

            Bonifatiusweg 19

            41836 Hückelhoven

            stabd@online.de

 

           Und am Schacht 3

            Sophiastraße 30

            41836 Hückelhoven

            (hier nur an Donnerstagen von  9 – 13 Uhr und bei Veranstaltungen wie z. B.

            Trödelmärkten)

           

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Einige Bilder zu unserem Flohmarkt am 08.05.2011 finden sie auf dieser Seite: Bilder vom Flohmarkt 05.2011